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Abgeschlossene Projekte 2013

Erstnachweis einiger Flechten für Kärnten und Österreich

Forschungsprojekt

Projektbetreiber: Mag. Harald Komposch

 

Die Flechten Kärntens wurden 2004 von Türk et al. einer Bestandsaufnahme unterzogen und nach einer Revision der Literatur und einzelnen Sammelexkursionen wurde von 1497 Sippen berichtet. Nach weiteren 7 Jahren hat sich die Zahl der in Kärnten jemals nachgewiesenen Flechten auf etwa 1548 erhöht, 17 davon gelten jedoch als ausgestorben bzw. verschollen.

Im Zuge persönlicher Sammelexkursionen des Projektbetreibers hat sich für etwa 10 Flechtentaxa herausgestellt, dass sie für das Bundesland Kärnten Erstnachweise sind bzw. sein könnten. Darunter befindet sich erstaunlicherweise der Nachweis einer Blattflechtengattung, die neu für Österreich selbst ist. In der Regel handelt es sich jedoch um unscheinbare Flechten, zumeist Kalkgesteinsbewohner, die in der Erforschungsgeschichte der Flechten generell einen stiefmütterlichen Platz innehaben.

Im Zuge dieses Projekts sollen diese Neufunde auf die Richtigkeit ihrer Bestimmung (Herbariumsvergleiche) überprüft werden. Im Einzelfall (bei zu geringen Probenmengen) kann eine Nachsuche der Flechte notwendig sein. Des Weiteren sollen Literaturrecherchen und persönliche Erkenntnisse zu ihren Verbreitungen und ihrer Ökologie ausgewertet und in einer mit Fotos illustrierten Publikation in der Carinthia II dargelegt werden.

Projektbericht:
KOMPOSCH H. & BREUSS O. (2013): Erstnachweise lichenisierter und nicht-lichenisierter Pilze für Kärnten, die Steiermark, Niederösterreich und Österreich. – Carinthia II, 203/123: 495 – 506 S.

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Demographische Studien an Beständen von Eryngium alpinum in Kärnten

Forschungsprojekt

Projektbetreiber: Thomas Peer & Wilfried R. Franz

Eryngium alpinum

Die Ursachen erhöhter Gefährdung von kleinen Populationen sind zu wichtigen Themen naturschutzorientierter Forschung geworden.
Der Alpen-Mannstreu (Eryngium alpinum) ist in den Karnischen Alpen sehr disjunkt verbreitet und es gibt Anzeichen dafür, dass vor allem kleinere Populationen verschwinden könnten bzw. durch geringe genetische Variabilität, Inzucht und mangelnde Fitness gefährdet sind. In zahlreichen Arbeiten von W. R. Franz sind die meisten Mannstreu-Bestände floristisch und auch soziologisch gut dokumentiert, es gibt aber noch keine Untersuchungen über tatsächliche Populationsgrößen und deren Demographie - diese Untersuchungen sind Gegenstand dieses botanischen Projektes.

Projektbericht:
PEER T. & FRANZ W. (2013): Demographische Studien an Eryngium alpinum in vier ausgewählten Beständen der Gailtaler und Karnischen Alpen. – Carinthia II – 203_123: 553 - 570.

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