Die Weberknechte Kärntens - Verbreitung, Ökologie und Gefährdung

kalicon entomologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Dr. Christian Komposch, ÖKOTEAM – Institut für Tierökologie und Naturraumplanung
Projektbetreuer: Dr. Wolfgang Honsig-Erlenburg

megabunus armatusTEIL 1: GELÄNDEERHEBUNGEN, BESTIMMUNG VON VORLIEGENDEM MATERIAL UND ZUSAMMENFÜHRUNG DER BEREITS VORHANDENEN DATEN

Weberknechte oder Kanker sind eine faszinierende Tiergruppe!

Sie zählen neben den Spinnen und Skorpionen zu den allgemein gut bekannten Spinnentiergruppen! In Gegensatz zu diesen sind jedoch alle Weberknechte ungiftig. Bemerkenswert ist ihr Formenreichtum, der sich von knapp 2 Millimeter messenden Mooskankern bis hin zu 20 Zentimeter Spannweite erreichenden Langbeinern erstreckt.

Viele kurzbeinige und bodenbewohnende Arten sind Endemiten, besitzen also sehr kleinräumige Areale. Die hohe Mobilität und Verschleppungstendenz langbeiniger Arten („alien species“) hingegen äußerst sich in aktuell rasant fortschreitenden Ausbreitungs- und Verdrängungsprozessen.

Bislang sind 55 Arten aus Kärnten bekannt – dies ist der österreichweite Höchstwert. Mehr als die Hälfte der heimischen Arten sind nach der aktuellen Roten Liste gefährdet. Im Fachlichen Naturschutz werden Weberknechte in Kärnten seit Jahren als Schutzgüter und Bioindikatoren herangezogen.

Es ist an der Zeit, das umfangreiche Wissen über „Die Weberknechte Kärntens“ zusammenzufassen und zu publizieren. Zuvor sollen noch heuer einige der letzten „weißen Flecken auf der Landkarte“ erforscht werden – dies ist das schöne Ziel des vom NWV geförderten Projekts!

Foto: Das Südliche Riesenauge (Megabunus armatus), einer der schönsten heimischen Weberknechte

Bestände von Rauch-, Mehl- und Felsenschwalbe im Villacher Stadtgebiet. Entwicklung der Populationen von 1979 bis 2017 und Analyse zum Bestandstrend

kalicon ornithologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Siegfried Wagner
Projektbetreuer: Dr. Josef Feldner

rauchschwalbe h pirkerRauch- und Mehlsschwalben sind zunehmend durch landschaftliche Veränderungen in ihrem Bestand gefährdet. Durch die Aufgabe von Rinderställen, generell die Aufgabe von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben, Flächenverbauung durch Siedlungswachstum und auch durch Flächenversiegelung sind Rückgänge bemerkbar.+

1979 wurde im gesamten Stadtgebiet von Villach, somit auf einer Fläche von 135 km², der Brutbestand von der Rauchschwalbe (Hirundo rustica), von der Mehlschwalbe (Delichon urbicum) und von der Felsenschwalbe (Ptyonoprogne rupestris) erhoben.

Zielsetzungen des Projektes sind

- Erhebung des aktuellen Schwalbenbestandes im Stadtgebiet von Villach
- Vergleich der Bestandsentwicklung von 1979 bis 2017
- Analyse zu eventuellen Rückgängen und Verschiebungen von Brutpaaren
- Erörterung von Möglichkeiten für den Schwalbenschutz im Stadtgebiet von Villach
- Diskussion zum Schwalbenbestand in Kärnten

Zwischen Mai und Juli werden wie bereits 1979 in allen der über 50 „Siedlungseinheiten“ des Villacher Stadtgebietes die vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebe auf Brutvorkommen der Schwalben kontrolliert. Die urbanen Bereiche, insbesondere die Stadtgebiete mit Mehlschwalbenkolonien in den 1970/80er Jahren sowie sämtliche Brücken sind auf etwaige Mehl- und Felsenschwalbenvorkommen zu untersuchen. Weiters sind auch die Felswände und Steinbrüche im Stadtgebiet auf Felsenschwalbennistplätze zu kontrollieren. Zahlreiche Aufzeichnungen von Brutnachweisen die zwischen der ersten Zählung bis zur Erhebung 2017 aufgenommen wurden, ergänzen die Untersuchung bzw. zeigen den lokalen Entwicklungsverlauf.

Die Heuschrecken Kärntens

kalicon entomologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Günther Wöss
Projektbetreuer: -

stauroderus scalaris hochobirMit knapp 100 Heuschreckenarten ist Kärnten eines der artenreichsten Bundesländer Österreichs und beherbergt vor allem aufgrund des Südalpen-Anteils einige Arten, die in Österreich sonst nirgends zu finden sind. Galt das Bundesland vor wenigen Jahrzehnten noch als heuschreckenkundlich eher stiefmütterlich behandelt, so kam es ab den 1990er Jahren und besonders seit 2000 zu einem deutlichen Aufschwung in der orthopterologischen Erforschung. Im Zuge dessen gelangen mehrere Neunachweise, Verbreitungsbilder vervollständigten sich und viele spannende Fragestellungen taten sich auf. Seit der Zusammenschau von Emil Hölzel aus dem Jahr 1955 (19. Sonderheft der Carinthia II) gab es jedoch nur wenige Veröffentlichungen über die Heuschreckenfauna Kärntens, obwohl „im Hintergrund“ die Datenlage enorm anwuchs. Das gegenständliche Projekt soll die letzten Erhebungslücken schließen, historischen Nachweisen auf den Grund gehen, zur Klärung entstandener Fragestellungen beitragen und letztlich in eine detaillierte Publikation über die Heuschrecken Kärntens als Sonderheft der Carinthia II münden.

Der Feuersalamander

kalicon zoologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Klaus Krainer
Projektbetreuer: Mag. Dr. Andreas Kleewein

feuersalamander portrait3Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist in Kärnten weit verbreitet und gilt laut der Roten Liste als gefährdet. Die Ursachen sind vielfältig, weil auch diese Amphibienart unter Lebensraumzerstörung und -zerschneidung zu leiden hat. Als zusätzliche akute Gefährdung gilt die erst vor wenigen Jahren entdeckte Variante des Chytridpilzes, der „salamanderfressende“ Chytridpilz (Batrachochytrium salamandrivorans).

Als Lurch des Jahres 2016 hat die Arge NATURSCHUTZ den Feuersalamander ihren Vereinsmitgliedern und anderen Naturinteressierten u. a. über einen weblog auf der Vereinshomepage und einen Beitrag in der Vereinszeitschrift „habitat“ vorgestellt und um Fundmeldungen aufgerufen. Das Echo war überraschend groß, die Salamander sind offenbar Sympathieträger und Beobachtungen dieser typisch gefärbten Lurche werden zahlreich gemeldet. Aus diesem Grund soll die Datensammlung intensiviert werden, um eine Übersicht der aktuellen Verbreitung und Gefährdungsursachen des Feuersalamanders in Kärnten zu erhalten. Zu diesem Zweck erfolgt eine umfangreiche Öffentlicheitsarbeit in Form von Beiträgen in verschiedenen Medien (Fernsehen, Tageszeitungen, Homepages etc.).

Die quartäre und tertiäre Flussgeschichte der Drau in Kärnten

kalicon geologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Iris Hansche
Projektbetreuer: Dr. Claudia Dojen

bild projekt drauDie Drau stellt seit jeher in verschiedenerlei Hinsicht die wichtigste Lebensader Kärntens dar. Geologische Störungssysteme und die Überprägung des würmeiszeitlichen Draugletschers bestimmten vornehmlich die Entwicklung und den Verlauf der heutigen Drau in Kärnten. Aber auch schon vor dem quartären Eiszeitalter gab es ein Entwässerungssystem nach Osten - die sogenannte „Ur-Drau“ - die im Tertiär weiter nördlich verlief als heute.

Trotz der Bedeutung von Drau und „Ur-Drau“ für Kärnten gibt es bisher keine zusammenfassende Arbeit über ihre geologische Geschichte. Zudem wurden bei der geologischen Erforschung dieses Flusses vornehmlich hydrogeologische Fragestellungen bearbeitet und die erdgeschichtliche Entwicklung kaum beachtet.

Ziel des Projektes ist es daher, die geowissenschaftliche Geschichte des Flusses im Tertiär, Quartär und Holozän durch Literatur- und Geländearbeit zu erfassen, zu dokumentieren und in einer zusammenfassenden Arbeit zu präsentieren.

Kartierung der Wegwespen Kärntens

kalicon entomologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Sandra Preiml
Projektbetreuer: Dr. Christian Wieser

wegwespen1Die Familie der Wegwespen (Pompilidae) gehört, wie der Name bereits verrät, zu den heimischen Wespen. Österreichweit sind derzeit ca. 100 Arten bekannt.

Da über die letzten Jahre sehr wenig bzw. in Kärnten speziell noch niemand Pompilidae untersucht hat und man generell sehr wenig über diese Gruppe weiß, sollen im Laufe der nächsten zwei Jahre die in Kärnten vorkommenden Arten kartiert werden. Das heißt, es sollen verschiedenste Orte auf das Vorkommen dieser Familie untersucht werden. Laut dem „Vorläufiges Verzeichnis ausgewählter Hautflügler Kärntens (Hymenoptera ohne Formicidae und Apidae)“ von 1999, sind 52 Arten aus Kärnten bekannt. Da es sich hierbei aber zum größten Teil um Beifänge, dh. um Zufallsfunde, handelt, sind weitere Artennachweise für Kärnten zu erwarten. In dieser Untersuchung sollen gezielt jene Lebensräume untersucht werden, wo Neufunde für Kärnten zu erwarten sind. Weiters sollen für ältere Artbelege ein rezenter Nachweis erbracht werden. Die Tiere werden mit einem Kescher gesammelt.

Untersuchungen zur Ameisenfauna im Bereich möglicher Einwanderungspforten aus dem Süden nach Kärnten (Gailitz-Schütt und St. Pauler Berge-Lavamünd)

kalicon entomologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Roman Borovsky
Projektbetreuer: Dr. Christian Wieser

Proceratium melinumIn den vergangenen 2 Jahren (2014 und 2015) konnten zwei neue  Ameisenarten für Kärnten in der Nähe einer der erwähnten Einwanderungspforten nachgewiesen werden (Proceratium melinum und Anergates atratulus syn. Tetramorium atratulus). Nach weiteren Arten wie etwa  Myrmica specioides und Temnothorax albipennis sollte in Südostkärnten besonders entlang des Drautals gesucht werden (Wagner 2014). Vor allem xerotherme Habitate wie (Halb-) Trockenrasen und Felslebensräume lassen auf eine interessante Forschungsarbeit in diesen Gebieten schließen.

Ziel des Forschungsprojekts ist die Liste der Ameisen Kärntens durch gezieltes Absuchen der möglichen Haupteinwanderungsrouten aus dem Süden zu konkretisieren. Insbesondere seltene und bedrohte Arten wie z. B. Camponotus aethiops, C. piceus, Plagiolepis pygmaea und Polyergus rufescens sollen kartiert und deren aktueller Gefährdungsgrad festgestellt werden.

Untersuchungen zur Morphologie, den Ploidiestufen und den Genomgrößen von Betula-Sippen in Kärnten und anderen Bundesländern

kalicon botanik

Förderprojekt

Projektbetreiber: Dr. Eva Temsch, Univ.-Doz. Mag. Dr. Wilfried Franz
Projektbetreuer: Dr. Roland Eberwein

betula x intermedia8Im See-Eben Moor auf der Hebalpe und im Flattnitzbach-Hochmoor wurdenkürzlich Hybriden von Betulanana x B. pubescenss.l. erstmals für Kärntennachgewiesen(Franz W.,unveröff.).In dieser UntersuchungwerdendieZellkern-DNA-Mengen(C-values) der Eltern mit denen derHybriden von verschiedenenLokalitäten in Kärnten,Steiermark und Salzburgmittels PropidiumjodidFlow Cytometry(FCM) verglichen.Weiters werden die morphologisch unterschiedlicheninfraspezifischen Taxa der Baumbirken (Betulapubescenss.l.) auf signifikante Genomgrößenunterschiedegetestet.

Die FCMan lebendem Gewebe ist eine genaue Messmethode. In manchen Organismen auftretende sekundäre Inhaltsstoffe, wie auch in der Gattung Betula, können die Kernausbeute und damit die Qualität der Messungen verringern. Die Nutzung von Phloem statt der Blätter hat nicht nur die Qualität der DNA-Messungen in solchen Fällenoptimiert, sondern auchin die Vegetationsruheperiode hinein verlängert. Herbarbelege werden im KBZ deponiert.

„Mykologische Untersuchungen in Naturwaldresten bei Ferlach“

kalicon pilzkunde

Förderprojekt

Projektbetreiber: Gernot Friebes
Projektbetreuer: Herbert Pötz

urwald friebesEtwa 1,5 km SSW der Ortschaft Waidisch bei Ferlach, am Osthang des Ferlacher Horns, befindet sich ein forstwirtschaftlich unberührter Buchen-Tannen-Fichten-Blockwald. Dieser Bereich wurde bereits von Wilfried Franz mehrere Jahrzehnte lang beobachtet und tachymetrisch sowie pflanzensoziologisch untersucht (Franz 2010).

An dieses Waldstück grenzen natürliche, wärmebegünstigte Schneeheide-Waldkiefernbestände mit zahlreichen alten Exemplaren von Sorbus aria. Hangaufwärts findet man einen weiteren naturnahen, von Buchen dominierten Bestand.

Im Rahmen mehrerer Exkursionen in diesen Bereichen zu verschiedenen Jahreszeiten wird versucht, einen Teil der dort vorkommenden Pilzarten zu erfassen (mit Schwerpunkt auf fruchtkörperbildende Asco- und Basidiomycota). Die kleinräumig unterschiedlichen Lebensräume sowie der Totholzreichtum im Blockwald sind vielversprechende Voraussetzungen für das Vorkommen zahlreicher mykorrhizabildender und lignicoler Pilzarten.

Bei Vorexkursionen konnten bereits einige Arten festgestellt werden, die in Kärnten nur von wenigen Fundpunkten bekannt oder gar neu für das Bundesland sind (z. B. Callistosporium pinicola, Dentipellis fragilis, Hydnum albidum, Hypoxylon macrocarpum, Inonotus triqueter, Mycena flavescens, Psathyrella spintrigeroides).

Lebensraumnutzung von Mausohren in Kärnten

kalicon zoologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Klaus Krainer
Projektbetreuer: Mag. Andreas Kleewein

mausohr wochenstube forstmeier wolfgangIm Rahmen des „Artenschutzprojektes Fledermäuse Kärnten“ werden seit 1999 die Quartiere von gebäudebewohnenden Fledermäusen betreut und überwacht. So auch Wochenstubenquartiere von Mausohren (Myotis myotis), der größten heimischen Fledermausart. Neben dem Quartierschutz ist jedoch auch der Schutz bzw. die Optimierung der Jagdgebiete für einen langfristigen Schutz dieser Fledermausart unabdingbar. Sowohl aus Kärnten als auch aus Österreich fehlen jedoch bislang Untersuchungen zur Jagdhabitatnutzung von Mausohren. Zu diesem Zweck soll im Rahmen des Projekts erstmalig in Österreich die GPS-Telemetrie eingesetzt werden. Dazu werden einige laktierende Mausohrweibchen in der Wochenstubenkolonie in der Kirche Paternion gefangen und besendert. Die besenderten Weibchen werden zusätzlich mittels Armklammern markiert, um die Auffindbarkeit der Weibchen in der Kolonie zu erleichtern.
Die genauen Intervalle der Datenerfassung werden durch entsprechende Programmierung der Sender festgelegt. Wobei Erhebungen für jedes Individuum in 3-5 Nächten anvisiert werden. Die Auswertung der gewonnen Daten erfolgt mittels GIS, wobei sowohl die gesamte beflogene Fläche als Minimum Convex Polygon, aber auch die Kernjagdgebiete ermittelt werden sollen.
Weitere Kenndaten sind die maximale Distanz zum Quartier und die Distanzen der Kernjagdgebiete zum Quartier.

Monitoring und Untersuchung zur Populationsveränderung von ausgewählten Vogelarten im Krappfeld

kalicon ornithologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Dr. Peter Wiedner, Mag. Andreas Kleewein
Projektbetreuer: Dr. Josef Feldner, Fachgruppenleiter Ornithologie des NWV Kärnten

vogelarten1Der Rückgang von Vogelarten und -individuen der offenen Kultur- und Agrarlandschaften, ausgedrückt im Farmland Bird Index, ist schnell voranschreitend, wie zahlreiche Untersuchungen in den letzten Jahren gezeigt haben. Dies hängt meistens mit der Veränderung des Habitats und der Prädation zusammen.Umso mehr Bedeutung gewinnt daher die Erhebung und vor allem Bestandskontrolle solcher Vogelarten in ausgewählten Regionen, um bei einem Rückgang rechtzeitig mittels Managementmaßnahmen eingreifen zu können.
Anhand von ausgewählten Untersuchungsflächenim Krappfeld, die bereits 1994im Fokus von ornithologischen Untersuchungen standen, soll der Bestand spezieller Vogelartenerhoben und dessen Veränderung in den vergangenen Jahren dokumentiert werden. Diese Vogelarten sind die Feldlerche (Alaudaarvensis), das Rebhuhn (Perdixperdix), das Braunkehlchen (Saxicolarubetra), der Neuntöter (Laniuscollurio), die Wachtel (Coturnixcotumix) unddie Goldammer(Emberizacitrinellä). Anhand von Geländebegehungen soll während der gesamten Brutzeitdauer (April bis Juli) der Bestand der Zielarten erhoben werden. Im Zuge dessen sollen auch die Habitat Ausstattung der Untersuchungsflächen sowie mögliche Habitatveränderungendokumentiert werden.

Biologie im Team

kalicon botanik

Projektbetreiber: Mag. Peter Holub
Projektbetreuer: Dr. Helmut Zwander

foto bit„Biologie im Team“ist der erste und bisher einzige österreichische Biologiewettbewerb für allgemeinbildende höhere Schulen.
An Biologie besonders interessierte SchülerInnen können im Laufe des Wettbewerbes ihr Fachwissen vertiefen und ihre Methodenkompetenz erweitern. Im Rahmen einerunverbindlichen Übungwird in Modulen an Schwerpunktthemen, die jährlich von einem Lehrerteam ausgewählt und fachlich vorbereitet werden, gearbeitet. Dabei wird besonderer Wert auf praktische, wissenschaftliche Arbeit sowie aufTeamarbeitgelegt. Im Juni findet ein zweitägiger Abschlussbewerb statt, bei dem Gruppen mit je einem Schüler/einer Schülerin der teilnehmenden Schulen verschiedene Aufgaben zu lösen haben. Eine Jury, die aus Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie den Betreuungslehrern besteht, bewertet die Ergebnisse und deren Präsentation.
logo bitDas Jahresthema „Sex sells“ spannte einen weiten Bogen von Mitosen in Zwiebelwurzeln über die Rolle von Insekten bei der Bestäubung und die Untersuchung von Lumbricusterrestris als Vertreter einer zwittrigen Tierart bis zu fachlich anspruchsvollen Themen der menschlichen Sexualität. Der Abschlussbewerb fand, vorwiegend im Freiland, im Juni 2015 inDrobollach am Faaker See statt.

Pflanzensoziologische Feinanalyse der Fichten- und Tannenwälder Kärntens im regionalen Kontext

kalicon botanik

Projektbetreiber: Mag. Andreas Exner
Projektbetreuer: Dr. Hanns Kirchmeir

andreas exner1Eine Datenbank mit 16.600 pflanzensoziologischen Aufnahmen von Fichten- und Tannenwäldern aus ganz Europa, die das gesamte Verbreitungsgebiet von Picea abies und Abies alba abdecken, soll erstmals ausgewertet werden. Es wird das Aufnahmematerial der Datenbank mit Hilfe von TWINSPAN klassifiziert und ökologisch und floristisch interpretiert werden. Der Fokus liegt auf der Stellung der in Kärnten vorhandenen Fichten- und Tannenwaldtypen in einem mittel- bis gesamteuropäischen Kontext mit Blick auf die Grenzziehung zwischen südalpischen und dinarischen Assoziationen im Verhältnis zu nordalpischen Gesellschaften. Eine weitere Fragestellung betrifft den Status der Differenzierung zwischen inneralpinen Fichten- und zwischen- bis randalpinen Fichten- und Tannenwaldgesellschaften in Kärnten.

Geologische Exkursionen für den Schulunterricht l (Sekundar I und II) in Kärnten

kalicon geologie

Diplomarbeit

Projektbetreiber: Vanessa Rainer
Projektbetreuer: Dr. Claudia Dojen

bild vanessa rainer1Das Hauptziel dieser Arbeit liegt in der Erfassung geologischer Exkursionspunkte die für den Unterricht, besonders im Unterrichtsfach „Biologie und Umweltkunde“, für die Sekundarstufen I und II relevant sind und sich in Nähe der Zentren der Kärtner Schulen befinden. Die grundlegende Idee der Arbeit ist es Themen, die besonders im Bereich der „Geobiolgie“ angesiedelt sind, aufzubereiten und Lehrern sowie Schülern einen Leitfaden zu geben, wie diese praktisch im Gelände erarbeitet werden können.

Da das Bundesland Kärnten eine der dichtesten Punkteverteilungen von erdwissenschaftlichen Exkursionspunkten in Österreich hat, bietet es sich an im Laufe des Schulunterrichts ins Gelände zu gehen um unterschiedliche Lithologien kennen zu lernen. Die in dem Projekt beschriebenen Exkursionen sollen sich in unmittelbarer Erreichbarkeit der Kärntner Schulzentren befinden, weshalb sich der Exkursionsführer hauptsächlich auf die Umgebungen um Hermagor, Villach, Spittal, Klagenfurt und St.Veit an der Glan beziehen wird. Die Auswahl der Exkursionen erfolgt nach dem Kriterium, dass sie durch eine Busexkursion sinnvoll miteinander verbunden werden können.

Foto: V. Rainer

„Laufkäfergemeinschaften gefährdeter Feuchtwälder Kärntens“

kalicon entomologie

Masterarbeit

Projektbetreiber: BSc Johanna Gunczy
Projektbetreuer: PD Dr. Werner Holzinger, Dr. Christian Komposch, Mag Wolfgang Paill, Dr. Christian Wieser

leistus piceus verklIm Rahmen dieser Arbeit soll die Biodiversität der Familie der Laufkäfer (Carabidae) besonderer Feuchtlebensräume (Au- und Bruchwälder) in Kärnten untersucht werden. Nachdem das Ökoteam im Sommer 2014 für ein anderes Projekt diese Flächen standardisiert beprobt hat, bot es sich an den Laufkäfer-Beifang auf Artniveau zu determinieren.

Untersuchungsgebiete sind mehr als 30 ausgewählte Standorte. Zu den beprobten Lebensräumen zählen neben den bereits genannten Au- und Bruchwäldern auch Hangvernässungen, Gewässerverlandungen, Bachufer und Quellfluren. Die Untersuchungsgebiete sind über ganz Kärnten verteilt und sollten daher einen guten Überblick geben und eine wichtige Datengrundlage bieten.

Ziel ist ein Arteninventar der Feuchtwälder Kärntens zu erstellen und mögliche Gefährdungsanalyse (landesweiter Naturschutz, EU-Naturschutz/FFH-Lebensraumtypen nach Anhang I) zu erstellen, sowie Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Laufkäfergemeinschaften und ihrer Lebensräume zu erarbeiten.
Grundlage meiner Arbeit ist natürlich auch die Verbesserung der Datenlage der Carabidae Kärntens.

Foto: G. Kunz

Die historischen Bergbaukarten des LMK

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Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Dr. Roland Bäck
Projektbetreuung: Dr. Claudia Dojen
 
Vollständiger Titel: "Die historischen Bergbaukarten des Landesmuseums für Kärnten aus montan- und wirtschaftshistorischer Sicht"

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Der Bergbau bildete in Kärnten das Rückgrat der wirtschaftlichen Entwicklung und machte das Land zu einem der wohlhabendsten habsburgischen Länder des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Mit Ausnahme der Bleiindustrie erwies sich der Bergbau aber noch vor dem Ersten Weltkrieg als international nicht mehr konkurrenzfähig und wurde größtenteils eingestellt.
 
Die lange Zeit des Bergbaus hat jedoch viele Spuren hinterlassen: Seine frühere Bedeutung spiegelt sich in vielen Ortsnamen, der durch das Erz erworbene Reichtum in der Architektur, und die übrig gebliebenen Schutthalden stellen einen noch heute sichtbaren landschaftlichen Eingriff dar.

Trotz vielfacher Bearbeitung des Themas durch die Erdwissenschaft, Technik, und Geschichte wurden einzelne Quellenbestände von der Forschung bisher wenig beachtet. So ist das Landesmuseum Kärnten im Besitz von ca. 500 historischen Bergbaukarten, die in ihrer Gesamtheit noch nicht wissenschaftlich erfasst sind.
Ziel des Projektes ist es, diese Sammlung erstmals interdisziplinär, also montan- und wirtschaftshistorisch zu bearbeiten. Wesentlich dabei ist im Sinne einer wissenschaftlichen Grundlagenarbeit zunächst die Transkription und Kommentierung der in Kurrentschrift gehaltenen Kartentexte. Die aussagekräftigsten und interessantesten Karten werden in der Folge ausgewertet und die Forschungsergebnisse in der Carinthia II 2016 publiziert. Ein Vorbericht in der Carinthia II ist für das Jahr 2015 projektiert.

Bild: Karte Nr. 61
„Grund- und Saigerriss von dem Hochfürstliche Goldberg Rathaus“
14. November 1770

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Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten

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