Die Ökologie des Zwerg-Rohrkolbens

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Bachelorarbeit

Projektbetreiberin: Pamela Baur

Vollständiger Titel: "Die Ökologie des Zwerg-Rohrkolbens (Typha minima) am Beispiel der Population an der Oberen Drau"

zwergrohrkolben_flenerDer Zwerg-Rohrkolben (Typha minima s.str.) war historisch ein häufiger Besiedler der Uferbereiche der Oberen Drau. Als Folge der Zerstörung der Sandbänke verschwand 1970 der letzte Bestand von Typha minima an der Drau (Petutschnig 2003).  Das Verschwinden der Art in ganzen Flussgebieten erfolgte schrittweise. In der Roten Liste gefährdeter Pflanzen Österreichs aus dem Jahr 1999 (Niklfeld et al. 1999) wird der Zwerg-Rohrkolben in allen österreichischen Bundesländern (inklusive Kärnten) bis auf Vorarlberg und Tirol als „ausgerottet, ausgestorben oder verschollen“ angegeben. In Kärnten findet seit 2000 an der Oberen Drau ein erfolgreiches, für Österreich einzigartiges Wiederansiedlungsprojekt. Es hat Vorzeigecharakter für andere Bundesländer.

Der langfristige Fortbestand dieser neu initiierten Population an der Oberen Drau ist noch ungewiss; es ist damit zu rechnen ist, dass der Rohrkolben an den jetzigen Standorten der Oberen Drau in Folge natürlicher Sukzession nach einigen Jahren verdrängt werden wird. Zudem bestehen diese jungen Populationen aus wenigen Klonen (vgl. Csencsics et al. in prep.).

Ziel der Bachelorarbeit ist, am Beispiel der Oberen Drau Erkenntnisse zu Ökologie des Zwerg-Rohrkolbens zu gewinnen. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen sollen Handlungsempfehlungen für künftige Artenhilfsmaßnahmen für den Zwerg-Rohrkolben formuliert werden, um eine langfristige Erhaltung und weitere Ausbreitung der Populationen wirksam zu fördern.

Foto: F. Lener

Erfassung der Lepidoptera im Gipfelbereich des Dobratschs

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Masterarbeit

Projektbetreiber: BSc Benjamin Wiesmair

Vollständiger Titel: Die Erfassung der Lepidoptera im Gipfelbereich des Dobratschs und deren Bestimmung mit Zuhilfenahme molekulargenetischer Methoden

lepidoptera_bwiesmairZiel der im Rahmen der Masterarbeit durchgeführten Untersuchung, ist die Erfassung der Schmetterlingsfauna des Gipfelbereiches des Dobratsch.

Der Dobratsch ist ein „hot-spot“ an Biodiversität und vor allem ein nördlicher Vorposten für Wärme liebende Arten mit üblicherweise südlicher Verbreitung. Während in den tieferen Lagen des Gebirgsstocks in den letzten bereits intensive Erhebungen erfolgten, ist speziell der Gipfelbereich noch kaum bearbeitet worden. Zudem werden speziell im Gipfelbereich Reliktarten und endemische Kleinschmetterlinge vermutet. Ein Beispiel für den vermuteten Endemismus wäre die Gattung Sattleria, von welcher es einen schriftlichen Nachweis vom Beginn des zwanzigsten Jahrhundert gibt. Die zu den Gelechiidae gehörende Gattung ist durch kleinräumigen Endemismus geprägt.

Die Besonderheit der Masterarbeit liegt in der Verwendung von molekulargenetischen Untersuchungen (Barcoding), als Hilfsmittel zur Überprüfung der Bestimmung der Arten. Diese Methode kann, zusätzlich zur Bestimmung, auch gute Hinweise auf kryptische Diversität geben.


Die Großpilze Kärntens

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Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Michael Wegner & Mag. Herbert Pötz

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Ziel des Projekts ist die Erfassung und Kartierung aller in den letzten 120 Jahren sicher nachgewiesenen rund 4000 Großpilze Kärntens sowie die Erstellung von Kurzportraits repräsentativer Makromyzeten samt Bild und Verbreitungskarten. Angaben zu den Substraten und Wirten der meisten saprophytisch bzw. parasitisch lebenden Großpilze sowie ein kurzgefasster allgemeiner Teil werden die pilzfloristischen Angaben ergänzen. Angeführt werden weiters die vorhandenen Herbardaten der entsprechenden Pilzarten soweit bekannt. 

Auf eine Gliederung nach phylogenetischen Gesichtspunkten, wie sie seit der Eingangsfindung molekularbiologischer und genetischer Methoden in die Mykologie üblich geworden ist, wird aus Gründen der besseren Allgemeinverständlichkeit und Übersichtlichkeit zugunsten der klassischen, sich an der Morphologie der Fruchtkörper orientierenden Gliederung verzichtet. Nicht behandelt werden Jochpilze (Zygomycota), Brand- und Rostpilze (Uredinio- und Ustatilaginomycetes), wohl aber Schleimpilze (Myxomycetes).

 

Die Fledermäuse der Kreuzeckgruppe

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Forschungsprojekt

Projektbetreiberin: Mag. Daniela Wieser

braunes-langohr-c-jean-meyerEinige der in Kärnten vorkommenden Fledermausarten sind vom Aussterben bedroht. Um geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen zu können, ist es unabdingbar zunächst eine entsprechende Datengrundlage zu schaffen. Bisher bestehen noch wesentliche Lücken in den vorliegenden Verbreitungsdaten. Einige Gebiete in Kärnten sind noch gänzlich unerforscht. In diesem Projekt soll eine umfassende Erhebung der Fledermausarten der Kreuzeckgruppe durchgeführt werden. Hauptaugenmerk wird dabei auf die Erstellung eines Arteninventars der vorkommenden Taxa und auf eine Ausweisung gefährdeter und geschützter Arten gelegt.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Arge NATURSCHUTZ, der KFFÖ (Koordinationsstelle für Fledermausschutz und Forschung in Österreich) und der Zoologischen Abteilung des Kärntner Landesmuseums durchgeführt, vorrangiges Ziel ist die Erstellung einer „Roten Liste der Fledermäuse Kärntens“.
 
 

Bestäubungsbiologie dreier seltener Orchideen in Kärnten

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Forschungsprojekt

Projektbetreiberin: M.Sc. Demetra Rakosy

image webEpipogium aphyllum, Malaxis monophyllos und Hammarbya paludosa gehören zu den seltensten und am wenigsten erforschten Orchideen-Arten Europas. Dies ist wahrscheinlich mit den besonderen Habitatansprüchen, zum Teil sporadischen Auftreten, und unscheinbaren Äußeren verbunden. Obwohl vor allem in den letzten Jahren viel zur Kenntnis der Bestäubungsbiologie dieser Arten beigetragen wurde, sind noch viele Aspekte ungenügend oder gar nicht erforscht worden. So ist im Falle aller Arten das Verhältnis von Auto- vs. Allogamie unbekannt. Das Verhalten der Bestäuber auf den Blüten und ihr Beitrag zu Selbstbestäubung, Geitonogamie oder Pollenfluss ist unklar. Alle drei Arten kommen in Habitaten vor, wo sowohl Ressourcenlimitierung als auch Bestäuberlimitierung eine große Rolle für den Fortpflanzungserfolg spielen könnten, wobei die relative Rolle dieser Faktoren zueinander unzureichend erforscht wurde. Belohnende und Nahrungstäuschorchideen locken ein weites Spektrum an Bestäuber an, wobei oft regionale Unterschiede auftreten. Die Bestimmung der Bestäuberzusammensetzung in der jeweiligen Region ist zur Aufklärung von Trends in der Fortpflanzungsbiologie (i.e. Pollenfluss) von großer Bedeutung.

Das vorliegende Projekt soll daher die Fortpflanzungs- und Bestäubungsbiologie von Epipogium aphyllum, Malaxis monophyllos und Hammarbya paludosa in ausgewählten Populationen anhand von experimentellen und bestäubungsbiologischen Ansätzen in Kärnten untersuchen.

Die Europ. Sumpfschildkröte in Kärnten

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Dissertationsprojekt

Projektbetreiber: Mag. Andreas Kleewein

Untersuchung über das Vorkommen und Herkunft der Europäischen Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) in Kärnten

foto a kleewein 30 7 2009 097Die Frage ob die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis (Linnaeus, 1758)) als Reptil der Kärntner Fauna autochthon oder allochthon ist, wurde bisher immer wieder in Frage gestellt und nur spekulativ behandelt. Erstmalig soll anhand von DNA Untersuchungen in Kärnten der Frage genetisch nachgegangen werden. Durch Untersuchungen des mitochondrialen Cytochrom b Haplotypen, können die Tiere eindeutig geographischen Regionen über ganz Europa zugeordnet werden. Eine Auswertung historischer Literaturangaben über die Europäische Sumpfschildkröte soll parallel dazu die geschichtliche Entwicklung in Kärnten darstellen.

Xylobionte Käfergemeinschaften des Bergsturzgebiets des Dobratsch (Schütt)

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Masterarbeit

Projektbetreiberin: Bakk. rer. nat. Sandra Aurenhammer 

buprestis_octoguttataZiel dieser Arbeit ist eine Kartierung der xylobionten, also holzbewohnenden Käfergemeinschaften des größten Bergsturzgebiets der Ostalpen. Der fachliche Schwerpunkt liegt dabei auf der faunistischen und ökologischen Bearbeitung der Bock- und Prachtkäferfauna. Damit wird die Tradition der Erforschung der xylobionten Käferfauna im Naturwissenschaftlichen Verein für Kärnten (Carl von Demelt und Siegfried Steiner) fortgesetzt.

Das Bergsturzgebiet des Dobratsch beheimatet eine äußerst artenreiche und exklusive Tierwelt – österreichweit stellt die Schütt auch für die Käferfauna einen Biodiversitäts-Hotspot dar. Die Südexposition und Geomorphologie des Berghanges bietet wärmeliebenden Tiergemeinschaften hervorragende Lebensbedingungen.

Die von einer hohen Dynamik geprägten Urwälder der Schütt weisen einen außergewöhnlich hohen Totholzanteil auf und beherbergen zahlreiche faunistische und zoogeographische Besonderheiten. Deren wissenschaftliche Dokumentation wird im Zuge der aktuellen Bestandeserfassung mittels gezielter Hand- und Kescherfänge sowie Lufteklektoren besonderes Augenmerk geschenkt.

Die Schütt zeichnet sich durch das Auftreten zahlreicher submediterraner, seltener und gefährdeter Käferzönosen aus. Arten wie der haselbewohnende Bockkäfer Xylosteus spinolae erreichen im Gebiet ihre nördliche Arealgrenze. Der europaweit hochgradig gefährdete Goldstreifige Prachtkäfer (Buprestis splendens) findet in den schwer zugänglichen Schwarzkiefern-Blockwäldern sein österreichweit einziges aktuelles Vorkommen.

Die Arbeit wird an der Karl-Franzens-Universität Graz durchgeführt und erfolgt in Kooperation mit dem ÖKOTEAM - Institut für Tierökologie und Naturraumplanung. Durch die Ergebnisse, welche auch in den neuen Schütt-Naturführer einfließen, werden Basisdaten für die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen bereitgestellt.

Erstnachweis einiger Flechten für Kärnten und Österreich

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Forschungsprojekt

Projektbetreiber: Mag. Harald Komposch

 

Die Flechten Kärntens wurden 2004 von Türk et al. einer Bestandsaufnahme unterzogen und nach einer Revision der Literatur und einzelnen Sammelexkursionen wurde von 1497 Sippen berichtet. Nach weiteren 7 Jahren hat sich die Zahl der in Kärnten jemals nachgewiesenen Flechten auf etwa 1548 erhöht, 17 davon gelten jedoch als ausgestorben bzw. verschollen.

Im Zuge persönlicher Sammelexkursionen des Projektbetreibers hat sich für etwa 10 Flechtentaxa herausgestellt, dass sie für das Bundesland Kärnten Erstnachweise sind bzw. sein könnten. Darunter befindet sich erstaunlicherweise der Nachweis einer Blattflechtengattung, die neu für Österreich selbst ist. In der Regel handelt es sich jedoch um unscheinbare Flechten, zumeist Kalkgesteinsbewohner, die in der Erforschungsgeschichte der Flechten generell einen stiefmütterlichen Platz innehaben.

Im Zuge dieses Projekts sollen diese Neufunde auf die Richtigkeit ihrer Bestimmung (Herbariumsvergleiche) überprüft werden. Im Einzelfall (bei zu geringen Probenmengen) kann eine Nachsuche der Flechte notwendig sein. Des Weiteren sollen Literaturrecherchen und persönliche Erkenntnisse zu ihren Verbreitungen und ihrer Ökologie ausgewertet und in einer mit Fotos illustrierten Publikation in der Carinthia II dargelegt werden.

Der Baumfalke in Kärnten

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Forschungsprojekt

Projektbetreiber: Dr. Remo Probst

 

Der Baumfalke ist ein faszinierender Brutvogel Kärntens. Abgesehen von einem Kapitel in der "Avifauna Kärntens", liegen von dieser Art aus unserem Bundesland keine einschlägigen Publikationen vor. Aus Deutschland (FIUCZYNSKI 1987, FIUCZYNSKI & SÖMMER 2011), den Niederlanden (BIJLSMA 1980) und aus England (CHAPMAN 1999) gibt es zwar drei Monografien, aber mit anderer Gewichtung.

Dieses Projekt soll 2013 in einer Publikation des NWV für Kärnten münden und mit den folgenden Schwerpunkten zu einem vertieften Verständnis der Ökologie und Evolution dieser Art beitragen:

• eine Betrachtung der Biologie des Baumfalken im inneralpinen Lebensraum "Kärnten".
• eine Fokussierung auf den Bereich der Ernährung als ultimate factor. Andere Studien konzentrieren sich in erster Linie auf die Populationsbiologie, während für diese Arbeit die weltweit größte Sammlung an Jagdflugbeobachtung auf Kleinvögel (n > 500) vorliegt.

• eine verstärkte Behandlung von "Warum-Fragen", wo also zentrale Themen der Verhaltensbiologie (z. B. "Warum brütet der Baumfalke erst im Juni?") und nicht "nur" beschreibende Beobachtungsinhalte ("Baumfalken gehören zu den spätesten heimischen Brutvögeln und brüten erst im Juni.") beleuchtet werden sollen. 

 

>> Video: Der Kärntner Baumfalke 

 

baumfalke cover nieder 

UPDATE Frühjahr 2014 zum Download:

Baumfalke in Kärnten_RProbst_2014.pdf

 

Weitere Updates werden folgen!


Auf Grund der starken Nachfrage ist das Buch bereits vergriffen.
Hier zum Download des vollständigen Buches:
Baumfalke in Kärnten PDF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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