Der Weissensee im Wandel der Zeit – Eine Sediment-hydrogeochemische Analyse

kalicon zoologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Miesebner Lucia, B.Sc.
Projektbetreuer: Dr. Jochen Schlamberger

eichenseidenspinner copyright laura waldnerDie Auswirkungen des Klimawandels werden vielfältig erforscht und können etwa an der stetigen Temperaturerhöhung oder der Ozeanversauerung beobachtet werden. Derartige physikochemische Veränderungen beeinflussen die Mineralbildung, Wasser- und Elementkreisläufe sowie das Leben vieler aquatischer Organismen. Wie aber wirkt sich die klimatische Veränderung im Alpenraum aus, wo Flüsse und Seen wichtige Wasserreservoire und Ökosysteme darstellen?

Der Weissensee im Zentrum der Gailtaler Alpen bietet dazu eine einzigartige Möglichkeit. Im Winter ist der alpine See mit einer Eisschicht bedeckt, wodurch dieser - von der Atmosphäre isoliert - charakteristische saisonale Bedingungen aufweist. Im Laufe der Jahreszeiten entstehen so Unterschiede in der Wasserchemie und der Sedimentproduktion. Gemeinsam mit Sedimentanalysen und hydrochemischen Daten der letzten Jahrzehnte sollen Aussagen über die Vergangenheit und Zukunft des Weissensees und dessen Verwendung als Klimaarchiv getroffen werden.

In diesem Projekt werden Sediment- und Wasserproben untersucht, um ein konzeptionelles Modell der Wechselwirkungen zwischen Geo-, Hydro- und Biosphäre zu entwickeln, welches mögliche Einflüsse des Klimawandels auf den Weissensee näher beleuchtet.

Die Kleinsäuger Kärntens - Vorarbeiten für einen Beitrag zum Verbreitungsatlas der Säugetiere Kärntens

kalicon zoologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Anna Rodenkirchen, BSc
Projektbetreuer: Dr. Wolfgang Honsig-Erlenburg

eichenseidenspinner copyright laura waldnerDie Fachgruppe Zoologie plant, im Rahmen der Serie „Natur Kärnten“, einen neuen Band zu den Säugetieren Kärntens herauszugeben, da die letzte Bearbeitung dieser Tiergruppe bereits 25 Jahre zurückliegt (Carinthia II, 1995 und 1996). In diesem Werk sollen die Verbreitung und Lebensweise aller in Kärnten wildlebenden Säugetiere dargestellt werden.
Während sich der Wissenstand für manche Ordnungen (z.B. Chiroptera) über die letzten Jahre durch gezielte Projekte deutlich verbessert hat, ist das derzeitige Wissen zu manchen anderen Säugetierordnungen teilweise noch recht mangelhaft. Dies trifft auch auf einige Arten der Ordnungen Insektenfresser (Eulipotyphla) und Nagetiere (Rodentia) zu.

Ziel des gegenständlichen Projekts ist zum Schluss dieser Wissenslücken beizutragen, dies soll vor allem durch Aufarbeitung bereits vorhanden Materials (Aufruf Carinthia II, 2020), Literaturrecherchen und gezielten Erhebungen bestimmter Arten im Freiland unter Verwendung von Lebendfallen und Nisthilfen erreicht werden.

Der Japanische Seidenspinner (Antheraea yamamai), ein auffälliger Neubürger Kärntens, in massiver Expansion begriffen?

kalicon zoologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Margret Huß
Projektbetreuer: Dr. Christian Wieser

eichenseidenspinner copyright laura waldnerDer Japanische Eichenseidenspinner, Antheraea yamamai, ist Teil der Familie Saturniidae (Pfauenspinner), stammt aber ursprünglich aus Südostasien. Diese Art wurde für eine „zweitklassige“ Seidenproduktion (Industrieseide) nach Europa importiert; nachdem diese Produktion nach der Einführung von Kunstseide eingestellt worden war, entkamen Tiere und die Art bürgerte sich in bestimmten Teilen Europas ein. Seit damals weitet sich das Verbreitungsgebiet des Japanischen Eichenseidenspinners kontinuierlich aus, wobei die zentralen Vorkommen in den letzten Jahrzehnten in der Steiermark, im Burgenland, in Slowenien, im Friaul und in Unterkärnten lagen. In Kärnten vergrößerte sich das Verbreitungsgebiet rasch nach der initialen Besiedelung.

Ziel dieses Projektes ist es, die genaue Ausdehnung der Verbreitung in Kärnten durch Öffentlichkeitsarbeit und mit gezieltem Nachsuchen während der aktiven Phase der Imagines zu dokumentieren.

Abbildung 1 Japanischer Eichenseidenspinner, Weibchen. Foto: Laura Waldner.

Der Einfluss des Klimawandels auf das Vorkommen und den Bestand des Kuckucks (Cuculus canorus) in Kärnten

kalicon zoologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Simon Kofler
Projektbetreuer: Dr. Josef Feldner
 

grosse moosjungfer maennchen

Als Brutparasit überlässt der Kuckuck die Jungenaufzucht Singvögeln und nimmt so eine Sonderstellung in der heimischen Vogelwelt ein. Klimatische Veränderungen beeinflussen die Zugzeiten seiner Wirtsvögel, diese kommen zeitiger aus ihren Winterquartieren zurück und beginnen früher mit dem Brutgeschäft. Als Langstreckenzieher ist es dem Kuckuck nicht möglich sich dahin gehend anzupassen. So ist mancherorts das Brutgeschäft seiner Wirtsvögel bereits voll im Gange wenn der Kuckuck aus seinem Winterquartier nach Kärnten zurückkehrt, und es ist ihm nicht mehr möglich seine Eier in die Wirtsnester zu legen. Künftig könnte so der Bruterfolg des Kuckucks ausbleiben.

Ziele des Projekts

  • umfangreiche Abbildung des Vorkommens und Bestandes des Kuckucks in Kärnten
  • Auswertung der Ankunftszeiten des Kuckucks und jener seiner Wirtsvogelarten, um eventuelle Veränderungen feststellen zu können

Foto: Rudolf Mann

Taxonomie und Paläoökologie der miozänen Raubtiere (Carnivora) von Schönweg-„Brüchl“ (Kärnten)

kalicon geologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Dr. Jérome Prieto
Projektbetreuer: Dr. Claudia Dojen

kiefer kurzbericht

Die Wirbeltierfundstelle Schönweg-“Brüchl” (SW St. Andrä im Lavanttal, Lavanttaler Becken) ist durch das gemeinsame Vorkommen von Marko- und Mikrowirbeltieren, sowie Mollusken und Süßwasserkrabben, eine bedeutende miozäne Vertebraten-Fundstelle. Eine biostratigraphische Einstufung ins untere Badenium (~ca. 16 Mio. J.) anhand Fossilien der Säugetier-Ordnungen der Insektenfresser und Nagetiere ist wahrscheinlich. Die Erforschung fossiler Raubtiere Kärntens befindet sich noch in einem Anfangsstadium, aber ein gut erhaltener Unterkiefer des großen Fischotters Potamotherium miocaenicum wurde in den 1970er Jahren in der Nähe von Schönweg gefunden. Durch vorangegangene Aufsammlungen steht bereits heute genügend fossiles Raubtiermaterial in Form von isolierten Zähnen und Unterkieferstücken für eine wissenschaftliche Bearbeitung zur Verfügung. In diesem Projekt soll die Taxonomie der vorhandenen Fossilien, sowie deren überregionale Bedeutung in ihrem ökologischen Kontext behandelt werden.

Geologische Detailkartierung und Dünnschliffanalyse der Auernig- Formation am Lehraufschluss Roßalm, Naßfeld

kalicon geologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Gabriele Laner
Projektbetreuer: Dr. Claudia Dojen

auernig kalk

Das Naßfeld zählt zu den geologisch bedeutendsten Gebieten Europas. Nur hier findet man eine fossilführende Gesteinsabfolge, die eine Gegenüberstellung paläontologischer Inhalte
von marinen und terrestrischen Ablagerungen des Oberkarbons ermöglicht.

Vor rund 300 Mio. Jahren lag das Gebiet im unmittelbaren Küstenbereich eines Meeres. Aufgrund von kurzfristigen Klimaschwankungen im Jungpaläozoikum kam es zu Änderungen des Meeresspiegels. Diese Schwankungen führten zu einer zyklischen Wechselfolge von marinen und kontinentalen Ablagerungen, der sogenannten Auernig-Formation. Auf der Roßalm zeigt sich diese zyklische Abfolge in einem ca. 100 m langen Geländeaufschluss besonders eindrucksvoll.

Ziel des Projektes ist eine geologische Detailkartierung der sedimentären Schichtfolgen in diesem Aufschluss. Zur Bestimmung des Mikrofossilinhalts werden Dünnschliff-Proben auf systematische, paläoökologische und stratigraphischen Fragestellungen analysiert.

Anhand von ausgewählten Aufschlusspunkten werden die geologischen Besonderheiten des Naßfelds in einem zielgruppengerechten Booklet für Schul- und Hochschulexkursionen
didaktisch aufbereitet.

Neue spektakuläre Saurierfunde aus Kärnten

kalicon geologie

Neue spektakuläre Saurierfunde aus Kärnten

Projektbetreiber: Dr. Georg Kandutsch
Projektbetreuer: Dr. Claudia Dojen

saurierfunde in kaernten1Kärnten und Österreich hat bislang in der Saurierforschung keine Rolle gespielt. Man kannte bislang nur wenige Knochenteile, Skelettfragmente und Fußspuren. Durch jahrzehntelange, akribische Forschung ist es nun gelungen weit mehr als zehn vollständige Skelette von Sauriern zu entdecken. Jedes dieser Exemplare ist zugleich das beste Saurierfossil Österreichs. Diese Paddelsaurier der frühen Trias (über 240 Millionen Jahre) stehen am Anfang der Entwicklung der Tetrapoden zur beherrschenden Tierart des gesamten Erdmittelalters. Die Funde entstammen den sogenannten Partnachschichten des Drauzuges zwischen den Lienzer Dolomiten, der Ochsenschlucht bei Dellach und der Umgebung des Weissensees. Aufgrund von Knochenfunden sind auch im Bereich des Kreuzenbaches und von Kellerberg weitere Entdeckungen zu erwarten.

Ziel des Projektes soll die wissenschaftliche Beschreibung der wichtigsten Fossilfunde sein. Die Saurier zeigen große Ähnlichkeiten mit den Funden am Monte San Georgio am Luganer See an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Hier wird seitens des ETH Zürich seit über hundert Jahren intensiv geforscht. Dieses Gebiet wurde 2003 ob seiner Fossilfunde als UNESCO Welterbe erklärt.

Untersuchungen zur Bestäubungsbiologie und Diasporenverbreitung der Drachenwurz (Calla palustris , Fam. Araceae) in Kärnten

kalicon botanik

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Florian Etl, Univ.-Doz. Mag. Dr. Wilfried Franz
Projektbetreuer: Mag. Dr. Roland Eberwein

foto projekt etlBeschreibung folgt...

Biologie im Team

kalicon botanik

Projektbetreiber: Mag. Peter Holub
Projektbetreuer: Dr. Helmut Zwander

  foto bit„Biologie im Team“ ist der erste und bisher einzige österreichische Biologiewettbewerb für allgemeinbildende höhere Schulen.
An Biologie besonders interessierte SchülerInnen können im Laufe des Wettbewerbes ihr Fachwissen vertiefen und ihre Methodenkompetenz erweitern. Im Rahmen einer unverbindlichen Übung wird in Modulen an Schwerpunktthemen, die jährlich von einem Lehrerteam ausgewählt und fachlich vorbereitet werden, gearbeitet. Dabei wird besonderer Wert auf praktische, wissenschaftliche Arbeit sowie auf Teamarbeit gelegt. Im Frühjahr findet ein zweitägiger Abschlusswettbewerb statt, bei dem Gruppen mit je einem Schüler/einer Schülerin der teilnehmenden Schulen verschiedene Aufgaben zu lösen haben. Eine Jury, die aus Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie den Betreuungslehrern besteht, bewertet die Ergebnisse und deren Präsentation.
logo bitDas Thema des Schuljahres 2018/19 war „grenzgenial – Leben grenzenlos?“.
Passend zum Thema wurde im Herbst 2018 eine Exkursion zur Pasterze durchgeführt.
Die Abschlussveranstaltung fand Ende Mai im Besucherzentrum Mallnitz statt.
2019 war für BIT das erfolgreichste Jahr bezüglich der Erfolge bei internationalen Olympiaden. Victoria Kalla, BG/BRG Mössingerstraße, die schon im Herbst 2018 bei der Internationalen Erdwissenschaftsolympiade eine Goldmedaille bei der ITFI (International Team Field Investigation und eine Silbermedaille beim ESP (Earth Science Project erkämpft hatte, holte bei der Europäischen Science Olympiade in Lissabon mit ihrem Team Gold. Johannes Esterl, BG/BRG Mössingerstraße, kam mit einer Bronzemedaille nach Hause.
(Mag. Peter Holub, Freitag, 24. Januar 2020)

bit mallnitz 2019

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Kontakt

Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten

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Tel: +43 (0)50 536 - 30574
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