Untersuchungen zur Bestäubungsbiologie und Diasporenverbreitung der Drachenwurz (Calla palustris , Fam. Araceae) in Kärnten

kalicon botanik

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Florian Etl, Univ.-Doz. Mag. Dr. Wilfried Franz
Projektbetreuer: Mag. Dr. Roland Eberwein

foto projekt etlBeschreibung folgt...

Die Weberknechte Kärntens - Verbreitung, Ökologie und Gefährdung

kalicon entomologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Dr. Christian Komposch, ÖKOTEAM – Institut für Tierökologie und Naturraumplanung
Projektbetreuer: Dr. Wolfgang Honsig-Erlenburg

megabunus armatusTEIL 1: GELÄNDEERHEBUNGEN, BESTIMMUNG VON VORLIEGENDEM MATERIAL UND ZUSAMMENFÜHRUNG DER BEREITS VORHANDENEN DATEN

Weberknechte oder Kanker sind eine faszinierende Tiergruppe!

Sie zählen neben den Spinnen und Skorpionen zu den allgemein gut bekannten Spinnentiergruppen! In Gegensatz zu diesen sind jedoch alle Weberknechte ungiftig. Bemerkenswert ist ihr Formenreichtum, der sich von knapp 2 Millimeter messenden Mooskankern bis hin zu 20 Zentimeter Spannweite erreichenden Langbeinern erstreckt.

Viele kurzbeinige und bodenbewohnende Arten sind Endemiten, besitzen also sehr kleinräumige Areale. Die hohe Mobilität und Verschleppungstendenz langbeiniger Arten („alien species“) hingegen äußerst sich in aktuell rasant fortschreitenden Ausbreitungs- und Verdrängungsprozessen.

Bislang sind 55 Arten aus Kärnten bekannt – dies ist der österreichweite Höchstwert. Mehr als die Hälfte der heimischen Arten sind nach der aktuellen Roten Liste gefährdet. Im Fachlichen Naturschutz werden Weberknechte in Kärnten seit Jahren als Schutzgüter und Bioindikatoren herangezogen.

Es ist an der Zeit, das umfangreiche Wissen über „Die Weberknechte Kärntens“ zusammenzufassen und zu publizieren. Zuvor sollen noch heuer einige der letzten „weißen Flecken auf der Landkarte“ erforscht werden – dies ist das schöne Ziel des vom NWV geförderten Projekts!

Foto: Das Südliche Riesenauge (Megabunus armatus), einer der schönsten heimischen Weberknechte

Bestände von Rauch-, Mehl- und Felsenschwalbe im Villacher Stadtgebiet. Entwicklung der Populationen von 1979 bis 2017 und Analyse zum Bestandstrend

kalicon ornithologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Siegfried Wagner
Projektbetreuer: Dr. Josef Feldner

rauchschwalbe h pirkerRauch- und Mehlsschwalben sind zunehmend durch landschaftliche Veränderungen in ihrem Bestand gefährdet. Durch die Aufgabe von Rinderställen, generell die Aufgabe von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben, Flächenverbauung durch Siedlungswachstum und auch durch Flächenversiegelung sind Rückgänge bemerkbar.+

1979 wurde im gesamten Stadtgebiet von Villach, somit auf einer Fläche von 135 km², der Brutbestand von der Rauchschwalbe (Hirundo rustica), von der Mehlschwalbe (Delichon urbicum) und von der Felsenschwalbe (Ptyonoprogne rupestris) erhoben.

Zielsetzungen des Projektes sind

- Erhebung des aktuellen Schwalbenbestandes im Stadtgebiet von Villach
- Vergleich der Bestandsentwicklung von 1979 bis 2017
- Analyse zu eventuellen Rückgängen und Verschiebungen von Brutpaaren
- Erörterung von Möglichkeiten für den Schwalbenschutz im Stadtgebiet von Villach
- Diskussion zum Schwalbenbestand in Kärnten

Zwischen Mai und Juli werden wie bereits 1979 in allen der über 50 „Siedlungseinheiten“ des Villacher Stadtgebietes die vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebe auf Brutvorkommen der Schwalben kontrolliert. Die urbanen Bereiche, insbesondere die Stadtgebiete mit Mehlschwalbenkolonien in den 1970/80er Jahren sowie sämtliche Brücken sind auf etwaige Mehl- und Felsenschwalbenvorkommen zu untersuchen. Weiters sind auch die Felswände und Steinbrüche im Stadtgebiet auf Felsenschwalbennistplätze zu kontrollieren. Zahlreiche Aufzeichnungen von Brutnachweisen die zwischen der ersten Zählung bis zur Erhebung 2017 aufgenommen wurden, ergänzen die Untersuchung bzw. zeigen den lokalen Entwicklungsverlauf.

Die Heuschrecken Kärntens

kalicon entomologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Günther Wöss
Projektbetreuer: Dr. Christian Wieser

stauroderus scalaris hochobirMit knapp 100 Heuschreckenarten ist Kärnten eines der artenreichsten Bundesländer Österreichs und beherbergt vor allem aufgrund des Südalpen-Anteils einige Arten, die in Österreich sonst nirgends zu finden sind. Galt das Bundesland vor wenigen Jahrzehnten noch als heuschreckenkundlich eher stiefmütterlich behandelt, so kam es ab den 1990er Jahren und besonders seit 2000 zu einem deutlichen Aufschwung in der orthopterologischen Erforschung. Im Zuge dessen gelangen mehrere Neunachweise, Verbreitungsbilder vervollständigten sich und viele spannende Fragestellungen taten sich auf. Seit der Zusammenschau von Emil Hölzel aus dem Jahr 1955 (19. Sonderheft der Carinthia II) gab es jedoch nur wenige Veröffentlichungen über die Heuschreckenfauna Kärntens, obwohl „im Hintergrund“ die Datenlage enorm anwuchs. Das gegenständliche Projekt soll die letzten Erhebungslücken schließen, historischen Nachweisen auf den Grund gehen, zur Klärung entstandener Fragestellungen beitragen und letztlich in eine detaillierte Publikation über die Heuschrecken Kärntens als Sonderheft der Carinthia II münden.

Der Feuersalamander

kalicon zoologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Klaus Krainer
Projektbetreuer: Mag. Dr. Andreas Kleewein

feuersalamander portrait3Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist in Kärnten weit verbreitet und gilt laut der Roten Liste als gefährdet. Die Ursachen sind vielfältig, weil auch diese Amphibienart unter Lebensraumzerstörung und -zerschneidung zu leiden hat. Als zusätzliche akute Gefährdung gilt die erst vor wenigen Jahren entdeckte Variante des Chytridpilzes, der „salamanderfressende“ Chytridpilz (Batrachochytrium salamandrivorans).

Als Lurch des Jahres 2016 hat die Arge NATURSCHUTZ den Feuersalamander ihren Vereinsmitgliedern und anderen Naturinteressierten u. a. über einen weblog auf der Vereinshomepage und einen Beitrag in der Vereinszeitschrift „habitat“ vorgestellt und um Fundmeldungen aufgerufen. Das Echo war überraschend groß, die Salamander sind offenbar Sympathieträger und Beobachtungen dieser typisch gefärbten Lurche werden zahlreich gemeldet. Aus diesem Grund soll die Datensammlung intensiviert werden, um eine Übersicht der aktuellen Verbreitung und Gefährdungsursachen des Feuersalamanders in Kärnten zu erhalten. Zu diesem Zweck erfolgt eine umfangreiche Öffentlicheitsarbeit in Form von Beiträgen in verschiedenen Medien (Fernsehen, Tageszeitungen, Homepages etc.).

Die quartäre und tertiäre Flussgeschichte der Drau in Kärnten

kalicon geologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Iris Hansche
Projektbetreuer: Dr. Claudia Dojen

bild projekt drauDie Drau stellt seit jeher in verschiedenerlei Hinsicht die wichtigste Lebensader Kärntens dar. Geologische Störungssysteme und die Überprägung des würmeiszeitlichen Draugletschers bestimmten vornehmlich die Entwicklung und den Verlauf der heutigen Drau in Kärnten. Aber auch schon vor dem quartären Eiszeitalter gab es ein Entwässerungssystem nach Osten - die sogenannte „Ur-Drau“ - die im Tertiär weiter nördlich verlief als heute.

Trotz der Bedeutung von Drau und „Ur-Drau“ für Kärnten gibt es bisher keine zusammenfassende Arbeit über ihre geologische Geschichte. Zudem wurden bei der geologischen Erforschung dieses Flusses vornehmlich hydrogeologische Fragestellungen bearbeitet und die erdgeschichtliche Entwicklung kaum beachtet.

Ziel des Projektes ist es daher, die geowissenschaftliche Geschichte des Flusses im Tertiär, Quartär und Holozän durch Literatur- und Geländearbeit zu erfassen, zu dokumentieren und in einer zusammenfassenden Arbeit zu präsentieren.

Kartierung der Wegwespen Kärntens

kalicon entomologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Sandra Preiml
Projektbetreuer: Dr. Christian Wieser

wegwespen1Die Familie der Wegwespen (Pompilidae) gehört, wie der Name bereits verrät, zu den heimischen Wespen. Österreichweit sind derzeit ca. 100 Arten bekannt.

Da über die letzten Jahre sehr wenig bzw. in Kärnten speziell noch niemand Pompilidae untersucht hat und man generell sehr wenig über diese Gruppe weiß, sollen im Laufe der nächsten zwei Jahre die in Kärnten vorkommenden Arten kartiert werden. Das heißt, es sollen verschiedenste Orte auf das Vorkommen dieser Familie untersucht werden. Laut dem „Vorläufiges Verzeichnis ausgewählter Hautflügler Kärntens (Hymenoptera ohne Formicidae und Apidae)“ von 1999, sind 52 Arten aus Kärnten bekannt. Da es sich hierbei aber zum größten Teil um Beifänge, dh. um Zufallsfunde, handelt, sind weitere Artennachweise für Kärnten zu erwarten. In dieser Untersuchung sollen gezielt jene Lebensräume untersucht werden, wo Neufunde für Kärnten zu erwarten sind. Weiters sollen für ältere Artbelege ein rezenter Nachweis erbracht werden. Die Tiere werden mit einem Kescher gesammelt.

Untersuchungen zur Ameisenfauna im Bereich möglicher Einwanderungspforten aus dem Süden nach Kärnten (Gailitz-Schütt und St. Pauler Berge-Lavamünd)

kalicon entomologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Roman Borovsky
Projektbetreuer: Dr. Christian Wieser

Proceratium melinumIn den vergangenen 2 Jahren (2014 und 2015) konnten zwei neue  Ameisenarten für Kärnten in der Nähe einer der erwähnten Einwanderungspforten nachgewiesen werden (Proceratium melinum und Anergates atratulus syn. Tetramorium atratulus). Nach weiteren Arten wie etwa  Myrmica specioides und Temnothorax albipennis sollte in Südostkärnten besonders entlang des Drautals gesucht werden (Wagner 2014). Vor allem xerotherme Habitate wie (Halb-) Trockenrasen und Felslebensräume lassen auf eine interessante Forschungsarbeit in diesen Gebieten schließen.

Ziel des Forschungsprojekts ist die Liste der Ameisen Kärntens durch gezieltes Absuchen der möglichen Haupteinwanderungsrouten aus dem Süden zu konkretisieren. Insbesondere seltene und bedrohte Arten wie z. B. Camponotus aethiops, C. piceus, Plagiolepis pygmaea und Polyergus rufescens sollen kartiert und deren aktueller Gefährdungsgrad festgestellt werden.

Untersuchungen zur Morphologie, den Ploidiestufen und den Genomgrößen von Betula-Sippen in Kärnten und anderen Bundesländern

kalicon botanik

Förderprojekt

Projektbetreiber: Dr. Eva Temsch, Univ.-Doz. Mag. Dr. Wilfried Franz
Projektbetreuer: Dr. Roland Eberwein

betula x intermedia8Im See-Eben Moor auf der Hebalpe und im Flattnitzbach-Hochmoor wurdenkürzlich Hybriden von Betulanana x B. pubescenss.l. erstmals für Kärntennachgewiesen(Franz W.,unveröff.).In dieser UntersuchungwerdendieZellkern-DNA-Mengen(C-values) der Eltern mit denen derHybriden von verschiedenenLokalitäten in Kärnten,Steiermark und Salzburgmittels PropidiumjodidFlow Cytometry(FCM) verglichen.Weiters werden die morphologisch unterschiedlicheninfraspezifischen Taxa der Baumbirken (Betulapubescenss.l.) auf signifikante Genomgrößenunterschiedegetestet.

Die FCMan lebendem Gewebe ist eine genaue Messmethode. In manchen Organismen auftretende sekundäre Inhaltsstoffe, wie auch in der Gattung Betula, können die Kernausbeute und damit die Qualität der Messungen verringern. Die Nutzung von Phloem statt der Blätter hat nicht nur die Qualität der DNA-Messungen in solchen Fällenoptimiert, sondern auchin die Vegetationsruheperiode hinein verlängert. Herbarbelege werden im KBZ deponiert.

Biologie im Team

kalicon botanik

Projektbetreiber: Mag. Peter Holub
Projektbetreuer: Dr. Helmut Zwander

foto bit„Biologie im Team“ist der erste und bisher einzige österreichische Biologiewettbewerb für allgemeinbildende höhere Schulen.
An Biologie besonders interessierte SchülerInnen können im Laufe des Wettbewerbes ihr Fachwissen vertiefen und ihre Methodenkompetenz erweitern. Im Rahmen einerunverbindlichen Übungwird in Modulen an Schwerpunktthemen, die jährlich von einem Lehrerteam ausgewählt und fachlich vorbereitet werden, gearbeitet. Dabei wird besonderer Wert auf praktische, wissenschaftliche Arbeit sowie aufTeamarbeitgelegt. Im Juni findet ein zweitägiger Abschlussbewerb statt, bei dem Gruppen mit je einem Schüler/einer Schülerin der teilnehmenden Schulen verschiedene Aufgaben zu lösen haben. Eine Jury, die aus Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie den Betreuungslehrern besteht, bewertet die Ergebnisse und deren Präsentation.
logo bitDas Jahresthema „Sex sells“ spannte einen weiten Bogen von Mitosen in Zwiebelwurzeln über die Rolle von Insekten bei der Bestäubung und die Untersuchung von Lumbricusterrestris als Vertreter einer zwittrigen Tierart bis zu fachlich anspruchsvollen Themen der menschlichen Sexualität. Der Abschlussbewerb fand, vorwiegend im Freiland, im Juni 2015 inDrobollach am Faaker See statt.

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Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten

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