Ökologische Grundlagenforschung am Warmbach/Kaltbach Villach

menu-zoologie

Masterarbeit

Projektbetreiber: M. Eckert, Bakk. Rer. nat. & Manuel Filzwieser, Bakk. rer. nat.

bild1warmbach

Beim Warmbach handelt es sich um ein natürliches Thermalgewässer in Kärnten in der Nähe von Villach. Die ganzjährig hohen Temperaturen über 24°C ermöglichen das Vorkommen von tropischen und subtropischen Arten. Flussab mündet der Kaltbach in den Warmbach und verschiebt damit das  Temperaturregime und Artenvorkommen. 

Das Untersuchungsgebiet wird Öko- und Hydromorphologisch erfasst und bewertet.

Bestandsaufnahme aller Fischarten im Untersuchungsgebiet sollen durchgeführt werden. Dabei soll geklärt werden welche Neozoen im Gewässer vorkommen, ihre Verbreitung und bei welchen Arten eine Reproduktion erfolgt. Zweiter Schwerpunkt bei den Fischen ist die Bestandsaufnahme heimischer Fischarten im Warmbach und Kaltbach. 

 

Taxonomie, Biostratigraphie und Paläobiogeographie der miozänen Kleinsäuger von Schönweg-"Brüchl" (Kärnten)

kalicon geologie

Projektbetreiber: Dr. Jérome Prieto
Projektbetreuer: Dr. Claudia Dojen

dent sup1Miozäne, terrestrische Wirbeltierfossilien aus Kärnten sind durch zahlreich gut erhaltenen Funde bekannt. Zum Teil stellen sie einmalige Entdeckungen dar unter denen der wohl prominentest der Fund eines Hominiden aus Sankt Stefan ist. Dies betont die Bedeutung der Region für die Entwicklung der europäischen Faunen und ihre Adaptation an Umweltveränderungen (z.B. Klimawechsel) im „Jungtertiär“.

Hinweise auf Kleinsäuger sind leider äußerst spärlich. Diese Nachweislücke ist problematisch, da insbesondere Nagetierfossilien von herausragender Bedeutung für die Datierung neogener Fossilvergesellschaftungen sind. Qualitativ und quantitativ gute Belege sind für weitere Interpretationen unumgänglich.

Im Jahre 2008 wurde vom Antragsteller und Mitarbeitern begonnen geeignete Lokalitäten in Kärnten zu erkunden. Diese Suche führte zur Entdeckung der Wirbeltierfundstelle Schönweg-“Brüchl”. Erste Probeuntersuchungen erbrachten bereits den Nachweis einer bedeutenden Mikro- und Makrovertebraten Fauna, sowie einer beachtlichen Invertebratenfauna.

Schönweg- “Brüchl” liegt in Kärnten, rund 3 km südwestlich von St. Andrä im Lavanttal. Bei den Sedimenten handelt es sich um limnische, stark von Murenabgängen beeinflusste Ablagerungen mit einem vermutlichen Alter von ~16 Millionen Jahren (Karpatium/Badenium; Unter-/Mittel-Miozän).

In diesem Projekt sollen die gefundenen Kleinsäuger (Nager, Insektenfresser) bearbeitet werden. Diese Studie umfasst 3 Teilbereiche: i) Taxonomie der vorhandenen Fossilien, ii) Datierung der Fauna mit biostratigraphischen Methoden und iii) überregionale Bedeutung der Fauna im eurasischen Kontext (Paläobiogeographie, Klimawandel, etc.).

Bild: Rasterelektronenmikroskope-Aufnahme, Eumyarion sp.: erster oberer Backenzahn.

Erhebung der Biodiversität der Zikadenfauna der Reißkofel Hochwiese

kalicon entomologie

Bachelorarbeit

Projektbetreiber: Elisabeth Huber
Projektbetreuer: Mag. Kunz Gernot & Dr. Wieser Christian

Vollständiger Titel: „Die Biodiversität der Zikadenfauna der Hochwiese am Reißkofel mit besonderem Augenmerk auf endemische-subendemische und Rote Liste – Arten“

foto g kunz1Das Hauptziel dieser Arbeit liegt in der Erfassung der Biodiversität der Zikadenfauna der Hochwiese am Reißkofel.
Die Zikaden gelten aus naturschutzfachlicher Sicht als sehr wertvolle Organismen, da sie aufgrund ihrer oft speziellen Ansprüche verschiedenste Lebensräume besiedeln. Sie wirken somit als gute Bioindikatoren, die wertvolle Informationen über die untersuchten Gebiete liefern können.

Durch diese Arbeit soll somit auch der naturschutzfachliche Wert der beprobten Flächen und die Individuendichte ermittelt werden. Ebenfalls können die gewonnenen Daten als Grundlage für zukünftige Analysen dienen, bei denen die Auswirkungen der Beweidung der Hochwiese bzw. auch die Folgen der Klimaerwärmung auf die Fauna der Auchenorrhyncha erforscht werden könnten.

Durch die besondere Lage dieses Gebiets, in den Gailtaler Alpen Nähe der Mussen, werden sowohl einige für Österreich endemische und subendemische, sowie Rote Liste Arten erwartet, wie zum Beispiel Zygina hypermaculata (Foto).
Das beprobte Gebiet umfasst eine 20 ha große Hochwiese westlich des Reißkofels, die bis 1960 als Mäh- und Schafweide genutzt wurde und seit 2000 wieder extensiv mit 60 Schafen bewirtschaftet wird. Es werden qualitative und quantitative Aufsammlungen entnommen, bestimmt und ausgewertet. Die erlangten Ergebnisse werden 2016 in der Carinthia publiziert.

Foto: G. Kunz

Monitoring zur Habitatverbesserung des Ziegenmelker-Brutbestandes in Kärnten

kalicon ornithologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Siegfried Wagner
Projektbetreuung: Dr. Josef Feldner

Vollständiger Titel: "
Monitoring zur Habitatverbesserung des Ziegenmelker-Brutbestandes in Kärnten anhand einer Probefläche im Bergsturzgebiet Dobratsch-Schütt"

277.70w ziegenmelker zmoelnAls Bodenbrüter ist der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) wie weitere bodenbrütende Arten in seinem Bestand gefährdet. Dies hängt meistens mit der Veränderung des Habitats und der Prädation zusammen. Wichtig für die Bestandsförderung des Ziegenmelkers in Kärnten sind Habitat verbessernde Maßnahmen in Ziegenmelker Brutgebieten. Dabei gilt es, diese speziellen Ansprüche zu analysieren und Maßnahmen zu definieren.

Kärnten beherbergt einen Brutbestand von etwa 80 bis 120 Paaren (WAGNER 2006a). Vor allem das inneralpine Randvorkommen im Gebiet Dobratsch-Schütt stellt dabei einen bedeutenden Teil dieses Vorkommens dar. Erhöhter Schutzbedarf ist somit gegeben (PROBST 2010). Auf der Roten Liste Kärntens wird der Ziegenmelker als EN (endangered=gefährdet) gelistet, ebenso auf der österreichischen Roten Liste (WAGNER 2006b). 
Anhand einer ausgewählten Untersuchungsfläche im Bergsturzgebiet Dobratsch-Schütt, Bereich Steinernes Meer, sollen die Untersuchungen durchgeführt werden. Anhand von Geländebegehungen soll während der gesamten Brutzeitdauer (Ende April bis Juli) die Vegetationshöhe gemessen werden, sowie die Habitat Ausstattung und die Größe der notwendigen Freiflächen erörtert werden. Eine Referenzfläche mit ähnlicher Habitatausstattung soll auf den Bezug des Ziegenmelkers als Brutvogel kontrolliert werden.

Foto: J. Zmölnig

Pflanzensoziologische Feinanalyse der Fichten- und Tannenwälder Kärntens im regionalen Kontext

kalicon botanik

Projektbetreiber: Mag. Andreas Exner
Projektbetreuer: Dr. Hanns Kirchmeir

andreas exner1Eine Datenbank mit 16.600 pflanzensoziologischen Aufnahmen von Fichten- und Tannenwäldern aus ganz Europa, die das gesamte Verbreitungsgebiet von Picea abies und Abies alba abdecken, soll erstmals ausgewertet werden. Es wird das Aufnahmematerial der Datenbank mit Hilfe von TWINSPAN klassifiziert und ökologisch und floristisch interpretiert werden. Der Fokus liegt auf der Stellung der in Kärnten vorhandenen Fichten- und Tannenwaldtypen in einem mittel- bis gesamteuropäischen Kontext mit Blick auf die Grenzziehung zwischen südalpischen und dinarischen Assoziationen im Verhältnis zu nordalpischen Gesellschaften. Eine weitere Fragestellung betrifft den Status der Differenzierung zwischen inneralpinen Fichten- und zwischen- bis randalpinen Fichten- und Tannenwaldgesellschaften in Kärnten.

Geologische Exkursionen für den Schulunterricht l (Sekundar I und II) in Kärnten

kalicon geologie

Diplomarbeit

Projektbetreiber: Vanessa Rainer
Projektbetreuer: Dr. Claudia Dojen

bild vanessa rainer1Das Hauptziel dieser Arbeit liegt in der Erfassung geologischer Exkursionspunkte die für den Unterricht, besonders im Unterrichtsfach „Biologie und Umweltkunde“, für die Sekundarstufen I und II relevant sind und sich in Nähe der Zentren der Kärtner Schulen befinden. Die grundlegende Idee der Arbeit ist es Themen, die besonders im Bereich der „Geobiolgie“ angesiedelt sind, aufzubereiten und Lehrern sowie Schülern einen Leitfaden zu geben, wie diese praktisch im Gelände erarbeitet werden können.

Da das Bundesland Kärnten eine der dichtesten Punkteverteilungen von erdwissenschaftlichen Exkursionspunkten in Österreich hat, bietet es sich an im Laufe des Schulunterrichts ins Gelände zu gehen um unterschiedliche Lithologien kennen zu lernen. Die in dem Projekt beschriebenen Exkursionen sollen sich in unmittelbarer Erreichbarkeit der Kärntner Schulzentren befinden, weshalb sich der Exkursionsführer hauptsächlich auf die Umgebungen um Hermagor, Villach, Spittal, Klagenfurt und St.Veit an der Glan beziehen wird. Die Auswahl der Exkursionen erfolgt nach dem Kriterium, dass sie durch eine Busexkursion sinnvoll miteinander verbunden werden können.

Foto: V. Rainer

Die historischen Bergbaukarten des LMK

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Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Dr. Roland Bäck
Projektbetreuung: Dr. Claudia Dojen
 
Vollständiger Titel: "Die historischen Bergbaukarten des Landesmuseums für Kärnten aus montan- und wirtschaftshistorischer Sicht"

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Der Bergbau bildete in Kärnten das Rückgrat der wirtschaftlichen Entwicklung und machte das Land zu einem der wohlhabendsten habsburgischen Länder des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Mit Ausnahme der Bleiindustrie erwies sich der Bergbau aber noch vor dem Ersten Weltkrieg als international nicht mehr konkurrenzfähig und wurde größtenteils eingestellt.
 
Die lange Zeit des Bergbaus hat jedoch viele Spuren hinterlassen: Seine frühere Bedeutung spiegelt sich in vielen Ortsnamen, der durch das Erz erworbene Reichtum in der Architektur, und die übrig gebliebenen Schutthalden stellen einen noch heute sichtbaren landschaftlichen Eingriff dar.

Trotz vielfacher Bearbeitung des Themas durch die Erdwissenschaft, Technik, und Geschichte wurden einzelne Quellenbestände von der Forschung bisher wenig beachtet. So ist das Landesmuseum Kärnten im Besitz von ca. 500 historischen Bergbaukarten, die in ihrer Gesamtheit noch nicht wissenschaftlich erfasst sind.
Ziel des Projektes ist es, diese Sammlung erstmals interdisziplinär, also montan- und wirtschaftshistorisch zu bearbeiten. Wesentlich dabei ist im Sinne einer wissenschaftlichen Grundlagenarbeit zunächst die Transkription und Kommentierung der in Kurrentschrift gehaltenen Kartentexte. Die aussagekräftigsten und interessantesten Karten werden in der Folge ausgewertet und die Forschungsergebnisse in der Carinthia II 2016 publiziert. Ein Vorbericht in der Carinthia II ist für das Jahr 2015 projektiert.

Bild: Karte Nr. 61
„Grund- und Saigerriss von dem Hochfürstliche Goldberg Rathaus“
14. November 1770

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Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten

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