Bestände von Rauch-, Mehl- und Felsenschwalbe im Villacher Stadtgebiet. Entwicklung der Populationen von 1979 bis 2017 und Analyse zum Bestandstrend

kalicon ornithologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Siegfried Wagner
Projektbetreuer: Dr. Josef Feldner

rauchschwalbe h pirkerRauch- und Mehlsschwalben sind zunehmend durch landschaftliche Veränderungen in ihrem Bestand gefährdet. Durch die Aufgabe von Rinderställen, generell die Aufgabe von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben, Flächenverbauung durch Siedlungswachstum und auch durch Flächenversiegelung sind Rückgänge bemerkbar.+

1979 wurde im gesamten Stadtgebiet von Villach, somit auf einer Fläche von 135 km², der Brutbestand von der Rauchschwalbe (Hirundo rustica), von der Mehlschwalbe (Delichon urbicum) und von der Felsenschwalbe (Ptyonoprogne rupestris) erhoben.

Zielsetzungen des Projektes sind

- Erhebung des aktuellen Schwalbenbestandes im Stadtgebiet von Villach
- Vergleich der Bestandsentwicklung von 1979 bis 2017
- Analyse zu eventuellen Rückgängen und Verschiebungen von Brutpaaren
- Erörterung von Möglichkeiten für den Schwalbenschutz im Stadtgebiet von Villach
- Diskussion zum Schwalbenbestand in Kärnten

Zwischen Mai und Juli werden wie bereits 1979 in allen der über 50 „Siedlungseinheiten“ des Villacher Stadtgebietes die vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebe auf Brutvorkommen der Schwalben kontrolliert. Die urbanen Bereiche, insbesondere die Stadtgebiete mit Mehlschwalbenkolonien in den 1970/80er Jahren sowie sämtliche Brücken sind auf etwaige Mehl- und Felsenschwalbenvorkommen zu untersuchen. Weiters sind auch die Felswände und Steinbrüche im Stadtgebiet auf Felsenschwalbennistplätze zu kontrollieren. Zahlreiche Aufzeichnungen von Brutnachweisen die zwischen der ersten Zählung bis zur Erhebung 2017 aufgenommen wurden, ergänzen die Untersuchung bzw. zeigen den lokalen Entwicklungsverlauf.

Der Feuersalamander

kalicon zoologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Mag. Klaus Krainer
Projektbetreuer: Mag. Dr. Andreas Kleewein

feuersalamander portrait3Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist in Kärnten weit verbreitet und gilt laut der Roten Liste als gefährdet. Die Ursachen sind vielfältig, weil auch diese Amphibienart unter Lebensraumzerstörung und -zerschneidung zu leiden hat. Als zusätzliche akute Gefährdung gilt die erst vor wenigen Jahren entdeckte Variante des Chytridpilzes, der „salamanderfressende“ Chytridpilz (Batrachochytrium salamandrivorans).

Als Lurch des Jahres 2016 hat die Arge NATURSCHUTZ den Feuersalamander ihren Vereinsmitgliedern und anderen Naturinteressierten u. a. über einen weblog auf der Vereinshomepage und einen Beitrag in der Vereinszeitschrift „habitat“ vorgestellt und um Fundmeldungen aufgerufen. Das Echo war überraschend groß, die Salamander sind offenbar Sympathieträger und Beobachtungen dieser typisch gefärbten Lurche werden zahlreich gemeldet. Aus diesem Grund soll die Datensammlung intensiviert werden, um eine Übersicht der aktuellen Verbreitung und Gefährdungsursachen des Feuersalamanders in Kärnten zu erhalten. Zu diesem Zweck erfolgt eine umfangreiche Öffentlicheitsarbeit in Form von Beiträgen in verschiedenen Medien (Fernsehen, Tageszeitungen, Homepages etc.).

Kartierung der Wegwespen Kärntens

kalicon entomologie

Förderprojekt

Projektbetreiber: Sandra Preiml
Projektbetreuer: Dr. Christian Wieser

wegwespen1Die Familie der Wegwespen (Pompilidae) gehört, wie der Name bereits verrät, zu den heimischen Wespen. Österreichweit sind derzeit ca. 100 Arten bekannt.

Da über die letzten Jahre sehr wenig bzw. in Kärnten speziell noch niemand Pompilidae untersucht hat und man generell sehr wenig über diese Gruppe weiß, sollen im Laufe der nächsten zwei Jahre die in Kärnten vorkommenden Arten kartiert werden. Das heißt, es sollen verschiedenste Orte auf das Vorkommen dieser Familie untersucht werden. Laut dem „Vorläufiges Verzeichnis ausgewählter Hautflügler Kärntens (Hymenoptera ohne Formicidae und Apidae)“ von 1999, sind 52 Arten aus Kärnten bekannt. Da es sich hierbei aber zum größten Teil um Beifänge, dh. um Zufallsfunde, handelt, sind weitere Artennachweise für Kärnten zu erwarten. In dieser Untersuchung sollen gezielt jene Lebensräume untersucht werden, wo Neufunde für Kärnten zu erwarten sind. Weiters sollen für ältere Artbelege ein rezenter Nachweis erbracht werden. Die Tiere werden mit einem Kescher gesammelt.

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Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten

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